Schreibe einen Kommentar

„Wir sind die Überlebenden.“

Was denkt die Welt?

Wir haben uns gefragt, was die Welt wirklich über Deutschland denkt – das Land, das statistisch gesehen die meisten Asylbewerber_innen in Europa aufnimmt. Was bewegt die Menschen derzeit, wenn sie an die aktuelle Situation in Deutschland denken, die in den Medien oft als „Flüchtlingskrise“ betitelt wird?
Außerdem wollten wir wissen, wie sich die aktuelle Diskussion auf unsere Sprache auswirkt. Welches Wort, welche Beschreibung ist für die Befragten die richtige und passendste: Flüchtling, Refugee, Geflüchtete_r, Asysuchende_r, Vertriebene_r, Migrant_in etc.? Ist die Wortwahl den Menschen überhaupt wichtig? Hier einige Antworten.

Marion aus Deutschland:

„Flüchtlinge?

Bei dem Wort Flüchtling denke ich an meinen Vater, der 1944 von Westpreußen nach Norddeutschland flüchtete. Die Menschen, die heute täglich nach Deutschland einströmen, wie würde ich sie heute nennen? Es scheint auf jeden Fall anders zu sein, als mein Vater es erlebte. Heute sind die Grenzen offen, aber Kriege, schlechte Lebensbedingungen (Armut/Hunger) gibt es immer noch. Sie kommen, weil sie ein besseres und gefahrloses Leben wollen. Ja, das verstehe ich. Für mich sind es Menschen aus anderen Ländern, die einer existentiellen Not entkommen.“

Wiebke aus Deutschland:

„Das passendste Wort ist für mich „Flüchtling“; refugee ist ja nur übersetzt und die anderen Worte heißen alle was anderes, finde ich; Vertriebener/ Geflüchteter ist etwas Passives; Asylsuchender und Migrant ist dann schon so weit gedacht, dass sie auf jeden Fall alle hier bleiben wollen. ich finde, zunächst sind es Flüchtlinge, die, aus welchen Gründen auch immer, aus ihrem Land geflohen sind.“

Baselios aus Syrien:

„Wir sind die Überlebenden.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.