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Große Herausforderung

Was denkt die Welt?

Wir haben uns gefragt, was die Welt wirklich über Deutschland denkt – das Land, das statistisch gesehen die meisten Asylbewerber_innen in Europa aufnimmt. Was bewegt die Menschen derzeit, wenn sie an die aktuelle Situation in Deutschland denken, die in den Medien oft als „Flüchtlingskrise“ betitelt wird?
Außerdem wollten wir wissen, wie sich die aktuelle Diskussion auf unsere Sprache auswirkt. Welches Wort, welche Beschreibung ist für die Befragten die richtige und passendste: Flüchtling, Refugee, Geflüchtete_r, Asysuchende_r, Vertriebene_r, Migrant_in etc.? Ist die Wortwahl den Menschen überhaupt wichtig? Hier einige Antworten.

Krenare aus dem Kosovo:

„Da Deutschland seine Türen geöffnet hat und eine große Zahl an Flüchtlingen willkommen geheißen hat, würde ich sagen, dass es als eines der sowohl geografisch als auch politisch größten Länder Europas meiner Meinung nach ein großes Maß an Verantwortung übernommen hat. Die Grenzen zu öffnen und all diesen Menschen Obdach zu gewähren ist nicht leicht für ein Land, all die möglichen, aufkommenden Schwierigkeiten berücksichtigend. Die Bundesregierung wie auch die Menschen haben bislang durch das Angebot an Nahrung und Unterkunft an Flüchtlinge eine großartige Arbeit geleistet. Ich denke, dass es sowohl für Deutschland als auch die anderen Länder einfacher wäre, bessere Lebensbedingungen für diejenigen zu schaffen, die in Not sind und aus ihrer Heimat fliehen mussten, wenn auch andere Länder nett genug wären, die Grenzen zu öffnen.“

Peter aus Deutschland:

„Was bewegt mich? Nun, vor allem die Befürchtung, dass die Stimmung vollends kippt, wenn die wahren Ausmaße dieses Dominoeffekts zu Tage treten – wenn die Beschwichtigungen von bestimmten Gutmenschenpolitikern in sich zusammenfallen oder auch, wenn die (großen) Medien anfangen sollten, objektiv und frei von Standesdenken zu berichten. Als momentaner Soldat sehe ich die Belastungsgrenzen mehr als erreicht – hier gehen mittlerweile Flüchtlinge vor Ausbildung, was einen massiven Einfluss auf die Kampffähigkeit und die Moral hat – es ist ein besorgniserregender Trend, dass sich nun einige (Ausschnitt bei mir) politisch immer mehr Richtung AfD verorten. Die Bundeswehr arbeitet für dieses Land bis zur Erschöpfung und dass seit Jahren – aber es kommt immer mehr der Eindruck auf, dass die Soldaten in diesem Nicht-Katastrophen-Fall für das Ansehen der Ministerin verheizt werden.

Ich bewerte die derzeitige Situation als große Herausforderung, bei der Deutschland nicht gewinnen kann.“

Kimi aus den USA:

„Ich habe immer das Wort „Flüchtling“ benutzt, aber im aktuellen Fall scheinen es Asylsuchende zu sein. Ich halte mich über die aktuelle Situation über BBC auf dem Laufenden und, soweit ich es weiß, Deutschland scheint diesen Menschen gegenüber sehr offen zu sein. Dies respektiere ich sehr. Es gibt dort echt beeindruckende Geschichten und ich bin froh, dass sie nun gehört werden.“

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