FAQ

Wie kann ich mitmachen?
Was ist neu an myvoice-project?
Wie vermeidet ihr „Hass-Posts“?
Sprecht ihr alle Sprachen, die hier auftauchen?
Warum klingen manche Sätze auf der Seite ein bisschen seltsam?
Kann die Veröffentlichung von Namen Menschen im Asylprozess schaden?
Werden Beiträge bezahlt?

Du möchtest bei myvoice mitmachen, kannst dir aber noch nicht genau vorstellen, wie?

Mit unserem Projekt möchten wir ein Forum für viele Stimmen bieten, um neue Perspektiven zu ermöglichen. Je mehr Stimmen wir sammeln und aufzeigen, desto vollständiger wird das Bild.

Für geflüchtete Interessierte:

Du gehörst zu den Interessierten, die nach der Flucht aus ihrer Heimat in Deutschland angekommen sind. Bei uns kannst du dich publikumswirksam mit deiner Umgebung auseinandersetzen. Konkret heißt das, deine Texte, Videos, Fotos oder Zeichnungen zu veröffentlichen – der Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt. Deine Texte darfst du dabei sehr gerne auch in deiner Muttersprache oder auf Englisch verfassen, denn Sprache soll keine Hürde darstellen.

Wenn du mitmachen möchtest, schreib eine E-Mail an contributor(at)myvoice-project.org oder nutze das Kontaktformular. Außerdem kannst du immer zu einem unserer Treffen kommen!

Für nicht-geflüchtete Interessierte:

Um dich bei myvoice zu engagieren, kannst du zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen. Zum einen benötigen wir Freiwillige, die sich um organisatorische Aufgaben kümmern. Zum anderen könnt ihr Projektideen anleiten und erarbeiten, in der Gruppe oder einzeln – bevorzugt gemeinsam mit geflüchteten Teilnehmenden und Interessierten.

Wenn du mitmachen möchtest, schreib eine E-Mail an networker(at)myvoice-project.org oder nutze das Kontaktformular. Außerdem kannst du immer zu einem unserer Treffen kommen!

Darüber hinaus sind wir auch immer auf der Suche nach Gastbeiträgen!

Für stumme Unterstützer:

Ihr könnt uns durch Sach- oder Geldspenden unterstützen, v.a. einem Laptop und einer (Spiegelreflex-)Kamera. Berichtet außerdem über uns und erzählt von unserer Idee, damit wir so viele Stimmen und Perspektiven wie möglich zusammen bringen können!

Plattformen wie myvoice-project, auf denen geflüchtete Menschen ihre Geschichten erzählen, gibt es doch schon. Warum nochmal das Gleiche?

Wir möchten nicht bloß Geschichten erzählen lassen, sondern Perspektiven aufzeigen. Darunter fallen sicherlich auch Geschichten der Flucht, aber eben nicht ausschließlich. Wir möchten auch, dass die Erzählenden sich – durch die Idee von Beiträgen in einem Blog motiviert – mit ihrer neuen Umgebung auseinandersetzen und versuchen, sich in das Gegenüber hineinzuversetzen. Ein bisschen Integration spielt hier natürlich auch mit. Mit den Gastbeiträgen, die dazu kommen, ergänzen wir das ganze Spektrum und lassen zusätzlich zu den geflüchteten Menschen auch die andere Seite zu Wort kommen, so dass ein Dialog entstehen kann.

Ebenfalls möchten wir keinesfalls in Konkurrenz zu anderen Projekten treten, sondern diese bestenfalls vereinen.

Menschen, die man nicht kennt, eine Plattform für ihre Stimmen zu geben, kann zur Folge haben, dass myvoice-project als Forum für politisch einseitige Meinungen oder sogar Hassreden dient. Wie wird dies vermieden?

In unseren Beiträgen möchten wir uns politisch äußern, verbreiten aber keine politischen Parolen. Dabei kann die aktuelle Situation mal kritisch, mal subjektiv, aber stets mit einer respektvollen und verantwortungsbewussten Haltung betrachtet werden. Wir handeln offen, kreativ und in Eigeninitiative – das heißt, dass wir auch Beiträge veröffentlichen möchten, die nicht eins zu eins unserer Meinung entsprechen, die wir aber im Rahmen kritischer Meinungsäußerung durchaus vertreten können. Eine explizite Regel, was nicht veröffentlicht wird, konnten und mochten wir hier nicht genauer festlegen, sondern werden dies je nach Fall entscheiden.

Mehrsprachige Beiträge – könnt ihr alle Sprachen sprechen, in denen geflüchtete Menschen veröffentlichen möchten?

In erster Linie ist unsere Idee, dass Sprache kein Hindernis sein soll. Insofern möchten wir auch Beiträge veröffentlichen, die etwa auf Arabisch, Farsi, Urdu oder Albanisch verfasst wurden, auch wenn wir diese Sprachen nicht alle selber sprechen. Natürlich haben wir uns hier Grenzen gesetzt, denn wir möchten wissen, was auf unserer Seite geschrieben steht. In Zusammenarbeit erstellen wir Übersetzungen ins Englische oder Deutsche. Damit ist jeder Beitrag zumindest jedem, der eine der beiden Sprachen beherrscht, zugänglich. Bei den Übersetzungen sind wir auf die Mithilfe von allen engagierten Projektteilnehmerinnen und –teilnehmern angewiesen, seien es Multiplikatorinnen, Multiplikatoren oder Beitragende – und eben das macht unseren Charakter eines gemeinschaftlich gestalteten Projektes aus.

Warum klingen manche Sätze auf der Seite ein bisschen seltsam – Lest ihr nicht Korrektur?

Wir korrigieren offensichtliche Rechtschreibfehler in den deutschen und englischen Texten, versuchen aber gleichzeitig, die Sprache so authentisch wie möglich zu belassen. Wir behalten den Sprachstil des Autors oder der Autorin bewusst bei, denn wir möchten, dass sich jeder seinen (fremd-)sprachlichen Fähigkeiten entsprechend beteiligen kann. Gleichzeitig wollen wir nicht in die Texte der Autorinnen und Autoren eingreifen und sie so sehr verändern, dass das Original nicht mehr zu erkennen ist. Dabei entsteht eine bunte Mischung aus sprachlichen Varianten – ganz so wie in einem Alltagsgespräch.

Schadet die Veröffentlichung von Namen geflüchteter Menschen, die sich derzeit noch in einem Asylbewerbungsverfahren befinden, nicht dessen Erfolg im Verfahren – vor allem, wenn es sich um kritische Beiträge handelt?

Bei Beiträgen gerade von Autorinnen und Autoren, die sich derzeit noch in einem Asylverfahren befinden, kann die Veröffentlichung des Namens ungewünscht sein. Generell sollte die bloße Meinungsäußerung natürlich keinen Einfluss auf ein solches Verfahren haben, solange sie der Wahrheit entspricht und nicht der Verbreitung umstrittener politischer Parolen gleichkommt. Die Kriterien für die Asylgewährung sind strikt festgelegt. Da wir aber die Privatsphäre unserer Autorinnen und Autoren schützen möchten, bieten wir die Möglichkeit an, als „anonym“ gekennzeichnet zu sein. Der Projektleitung liegen jedoch immer die personenbezogenen Daten vor.

Gibt es eine Bezahlung oder Vergütung für Beiträge oder Mitarbeit?

Nein, myvoice-project basiert auf vollkommen freiwilliger Basis und hat ein gemeinsames Ziel, nämlich etwas zu bewegen. Wir verwenden Spenden ausschließlich für die Umsetzung unseres Projektes, sprich für etwa notwendige Materialen, Werbematerial oder Verpflegung während unserer Treffen.